Torrevieja verfügt über 37,6 Kilometer Regenwasserleitungen und eine Speicherkapazität von 64.738 Kubikmetern, verteilt auf neun strategisch gelegene Bereiche, darunter zwei große überflutbare Parks. Dies sind einige der Angaben aus dem Nachhaltigkeitsbericht 2025 von AGAMED, der an diesem Montag, dem 19. Oktober, dem Verwaltungsrat unter Vorsitz von Bürgermeister Eduardo Dolón vorgelegt und von ihm genehmigt wurde.
Das Dokument bündelt Maßnahmen und Kennzahlen des Geschäftsjahres 2025. Die Zahlen der Bilanz stehen daher weder für Bauprojekte, die an diesem Montag eingeweiht wurden, noch stellen sie eine neue Wetterwarnung dar. Ihr Informationswert liegt darin, aufzuzeigen, über welche Entwässerungsinfrastruktur die Stadt verfügt, welche Investitionen das Unternehmen aufführt und wie die Netze instand gehalten werden.
Neun Bereiche zur Speicherung von Regenwasser
Die Rückhalteflächen ermöglichen es, Wasser bei Regenereignissen vorübergehend zu speichern und kontrolliert abzuleiten. Laut dem von der Stadtverwaltung veröffentlichten Bericht kombiniert das System wasserbauliche Infrastruktur und naturbasierte Lösungen, um die städtische Entwässerung zu entlasten. Von den 37,6 Kilometern des Netzes funktionieren 35,7 im Freigefälle und 1,9 mit Pumpen.
Die Bilanz hebt außerdem eine Investition von 3,9 Millionen Euro in die Regenwasserinfrastruktur des Hafengeländes hervor. Die Maßnahme umfasst hydrodynamische Abscheider zur Behandlung der vom Oberflächenabfluss mitgeführten Schadstoffe und verbessert darüber hinaus das Entwässerungsmanagement.
Aguas Nuevas: ein Park, dessen Einweihung noch aussteht
Eine weitere aufgeführte Maßnahme ist der multifunktionale überflutbare Park von Aguas Nuevas. Die Mitteilung der Stadtverwaltung kündigt seine Einweihung für die nächste Zeit an, nennt jedoch kein konkretes Datum. Er wird somit nicht als neue, bereits öffentlich zugängliche Anlage dargestellt.
Das Projekt sieht eine geplante Investition von mehr als einer Million Euro und eine Fläche von über 4.100 Quadratmetern vor. Es umfasst einen Skatepark und eine Skate-Bowl, die in die nachhaltige Entwässerung integriert sind, sowie mehr als 1.500 Quadratmeter Regengärten, einheimische Vegetation und Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität.
Erneuerung der Netze und Instandhaltung der Kanalisation
Für das gesamte wasserwirtschaftliche System weist der Bericht für 2025 Erneuerungsaufwendungen von 2.397.308 Euro und Investitionen von 1.128.260 Euro aus: insgesamt 3.525.568 Euro. Diese Zahlen gehören zum Bereich der Netzmodernisierung, den das Dokument getrennt von anderen Maßnahmen wie jener im Hafen aufführt.
Die vorbeugenden Arbeiten umfassten die Reinigung von 322 Kilometern Kanalisation und 5.513 Straßeneinläufen sowie die Inspektion von 174.051 Metern des Netzes. Außerdem wurden 1.164 Meter Leitungen erneuert und 185 Abdeckungen durch hermetisch schließende ersetzt. Das Unternehmen berichtet von der Entfernung von 221 Tonnen nicht biologisch abbaubarer Abfälle, darunter Feuchttücher, Masken und Handschuhe.
Hilfen für die Wasserrechnung und Wiederverwendung von Wasser
Im sozialen Bereich weist die Bilanz 374.868 Euro aus dem Sozialfonds aus, mit denen in Abstimmung mit den kommunalen Sozialdiensten 1.044 Familien bei der Begleichung ihrer Wasserrechnungen unterstützt wurden. Zudem wurden im Rahmen von 1.070 Zahlungsvereinbarungen 739.288 Euro ohne Verzugszinsen finanziert. Diese Beträge beziehen sich auf die Tätigkeit im Jahr 2025 und nicht auf ein heute neu angekündigtes Hilfsprogramm.
Bei der Ressourcennutzung gibt AGAMED die Wiederverwendung von 8.105.796 Kubikmetern gereinigten Abwassers für die landwirtschaftliche Bewässerung an, was 100 % des in diesem Geschäftsjahr behandelten Wassers entspricht. Die Bilanz verbindet somit Hochwasservorsorge mit der laufenden Aufrechterhaltung der Versorgung und der finanziellen Unterstützung von Haushalten.



