Die Räumung der Wohnung des 95-jährigen Pedro in Benidorm ist vorläufig ausgesetzt worden, während das Gericht seine Schutzbedürftigkeit prüft, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Informationen über das Verfahren hervorgeht.
Der Räumungstermin war für den 19. November angesetzt; seiner Tochter Analía zufolge wurde bislang kein neuer Termin für die Durchführung festgelegt.
Die Entscheidung verschafft der Familie eine Atempause, bedeutet aber weder die Einstellung des Räumungsverfahrens noch eine Garantie dafür, dass Pedro dauerhaft in seiner Wohnung bleiben kann.
Ein Rechtsmittel und eine noch ausstehende Entscheidung
Nach Angaben seiner anwaltlichen Vertretung hat das Gericht dem Rechtsmittel gegen den neuen Räumungstermin stattgegeben und die Aussetzung vom Ausgang des gesonderten Verfahrens zur Schutzbedürftigkeit abhängig gemacht.
Der Anwalt unterscheidet zwischen dem Hauptverfahren und dieser damit verbundenen Frage, für die eigene Verfahrensschritte gelten und zu der eine gesonderte Entscheidung erforderlich ist.
Dem Bericht über den Fall zufolge haben beide Parteien eine Frist von zehn Tagen erhalten, um zur Schutzbedürftigkeit des Bewohners Stellung zu nehmen.
Der Stopp der für November vorgesehenen Räumung ist somit keine endgültige Lösung des Falls: Die Prüfung seiner persönlichen Situation bleibt für den nächsten gerichtlichen Schritt entscheidend.
Sozialbericht und möglicher Platz in einem Pflegeheim
Der Bericht des Sozialdienstes liegt dem Gericht bereits vor und bestätigt nach Angaben des Anwalts die Schutzbedürftigkeit von Pedro.
Derselbe Anwalt erklärt, die Verwaltung gebe an, einen Platz in einem Pflegeheim für ihn zur Verfügung zu haben; diese Möglichkeit gehört zu den noch zu bewertenden Umständen.
Das Gericht muss entscheiden, ob dieser Vorschlag eine ausreichende Alternative darstellt oder ob seine Schutzbedürftigkeit einen weiteren Verbleib in der eigenen Wohnung erfordert.
Seit 25 Jahren in derselben Wohnung
Pedro lebt seit 25 Jahren in der Wohnung in Benidorm, die er mit eigenen Händen renoviert hat, und sowohl er als auch seine Tochter möchten, dass er dort bleiben kann.
Die Familie hatte angesichts einer früher drohenden Räumung bereits einige Haushaltsgeräte entfernt und die Ungewissheit um den später verschobenen Termin vom 5. Oktober erlebt.
Analía begrüßt den durch die Aussetzung gewonnenen Spielraum, betont jedoch, dass die Familie wachsam bleiben werde, solange die Entscheidung über die Schutzbedürftigkeit ihres Vaters noch aussteht.



