Lehrkräfte der staatlichen Sprachschule Escuela Oficial de Idiomas in Torrevieja beklagen, dass das Angebot für Spanisch als Fremdsprache nicht ausreicht, um die Nachfrage zu decken. Ein am 19. Oktober von El Español veröffentlichter Bericht greift die Beschwerden von Silvia Esclapez Mira, Leiterin der Abteilung Spanisch als Fremdsprache (ELE), auf und beziffert die Warteliste für das erste Jahr der Stufe A2 im Juni auf 750 Personen.
Diese Zahl bezieht sich auf diesen Kurs und diesen Monat. Der Bericht schildert auch Fälle von Bewerbern, die seit fünf Jahren Anträge stellen, ohne einen Platz an der Schule zu bekommen. Esclapez fasst ihre Sorge über die Entwicklung des Angebots mit den Worten zusammen: «Es wird immer schlimmer».
529 Einschreibungen in den Spanischkursen
Der Bericht zählt 529 Lernende, die in den verschiedenen ELE-Stufen eingeschrieben sind: 141 im ersten Jahr von A2, 108 im zweiten Jahr von A2, 121 in B1, 88 in B2, 47 in C1 und 24 in C2. Diese Zahlen betreffen die Kurse für Spanisch als Fremdsprache, nicht das gesamte Sprachangebot der Schule.
Die Kritik der Lehrkräfte richtet den Blick auf die Personalausstattung. Dem Bericht zufolge hatte die Abteilung vor 2021 fünf Lehrerinnen und verfügte nach der Ankunft von Geflüchteten infolge des Krieges in der Ukraine zeitweise über acht Lehrkräfte. Durch die Kürzungen von 2024 wurde das Team auf vier reduziert; durch die spätere Wiederherstellung einer halben Stelle liegt die Personalausstattung nun bei 4,5 Lehrkräften.
Derselbe Bericht weist darauf hin, dass sowohl vormittags als auch nachmittags Unterrichtsräume frei sind. Nicht fehlende Räumlichkeiten, sondern der Mangel an Lehrkräften ist das Problem, auf das die Abteilungsleiterin mit ihrer Forderung nach einer Ausweitung des Angebots aufmerksam macht.
Gruppen mit 35 Lernenden und Wartelisten
Der Bericht beschreibt Gruppen im ersten Jahr von A2 mit 35 eingeschriebenen Lernenden. Er erläutert außerdem, dass die Lehrkräfte Personen von der Warteliste aufnehmen, wenn sie feststellen, dass eingeschriebene Lernende zu Kursbeginn nicht erschienen sind.
Die im Bericht gesammelten Erfahrungsberichte stellen einen Zusammenhang zwischen dem Lernen und dem Alltag her. Marena, eine Einwohnerin polnischer Herkunft, erzählt, dass ihr das Lernen an der EOI ermöglicht hat, sich mit ihren Nachbarn zu verständigen, Freundinnen zu finden und an Lesekreisen teilzunehmen. Ein ausländischer Arzt, der an der Schule lernt, erklärt, wie notwendig es ist, Spanisch zu beherrschen, um seine Patienten zu betreuen, und berichtet, dass er für den Konversationskurs auf der Warteliste blieb.



