Die Burg von Orihuela und das Colegio Santo Domingo stehen im Entscheidungsvorschlag des spanischen Förderprogramms 2% Cultural mit einem gemeinsamen staatlichen Beitrag von 3.067.375,55 Euro für archäologische Untersuchungen und Restaurierungsarbeiten.
Die Generaldirektion für Stadtentwicklung und Architektur unterzeichnete den Vorschlag am 3. November im Rahmen der Ausschreibung von 2025; bei den genannten Beträgen handelt es sich um die in dieser Verfahrensphase vorgesehenen maximalen Förderbeiträge.
Zusammen haben die beiden Vorhaben ein Budget von 4.354.806,07 Euro und unterschiedliche Projektträger: Die Stadtverwaltung betreibt das Burgprojekt, während das Bistum Orihuela-Alicante die Restaurierung von Santo Domingo vorantreibt.
Ausgrabungen vor der Restaurierung der Burg
Für die Burg sind 600.021 Euro staatliche Unterstützung bei einem Projektbudget von 1.065.000 Euro vorgesehen, entsprechend 56,34 Prozent; das Vorhaben erreichte bei der Bewertung 75,28 Punkte.
Die geplanten Arbeiten beginnen mit archäologischen Ausgrabungen in der Alcazaba und im Albacar, deren Ergebnisse die Grundlage für die anschließende Sicherung, Restaurierung und Erhaltung der vorhandenen Überreste bilden sollen.
Vorgesehen sind außerdem eine museale Erschließung der Anlage und die Einrichtung eines Rundgangs für Besucher.
Die städtische Archäologin Silvia Yus hat das Projekt ausgearbeitet und wird an der Leitung der Arbeiten beteiligt sein; hinzu kommt die Zusammenarbeit mit Pedro Jiménez von der Escuela de Estudios Árabes des Forschungsrats CSIC.
Die Stadt arbeitet zudem an einer Vereinbarung mit dieser Einrichtung, um weitere Forscher einzubeziehen und die bei den Ausgrabungen geborgenen Materialien untersuchen zu lassen.
Dächer, Fassaden und Kreuzgang von Santo Domingo
Für das Colegio Santo Domingo sieht der Vorschlag 2.467.354,55 Euro bei einem Gesamtbudget von 3.289.806,07 Euro vor; dieses Projekt erhielt in der Bewertung 79,66 Punkte.
Der Antrag des Bistums konzentriert sich auf die Restaurierung der Dächer, der Fassaden und des Kreuzgangs der ehemaligen Universität von Orihuela.
Der für das historische Erbe zuständige Stadtrat Matías Ruiz begrüßte die Aufnahme beider Anlagen in den Vorschlag und betonte, dass die archäologische Forschung der Restaurierung der Burg vorausgehen müsse.
Das kommunale Vorhaben stützt sich auf den 2018 vom Stadtrat beschlossenen Masterplan für Burg und Stadtmauern und hatte die Dokumentenprüfung des Förderprogramms bereits bestanden.



